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	<title>Frauenklinik Aschaffenburg &#187; Kolumne</title>
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		<title>Angst, Angst, Angst&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2015 12:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[M.Halbach]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast jeder Mensch hat Angst, mehr oder weniger ausgeprägte und kontrollierte Angst vor Unfällen, vor Erkrankungen, vor dem Verlust naher Angehöriger, dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor globalen wie persönlichen Krisen und Katastrophen. „Übertriebene“, quälende Angstlichkeit kann krankhaft sein, angstfreie Menschen &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=372">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder Mensch hat Angst, mehr oder weniger ausgeprägte und kontrollierte Angst vor Unfällen, vor Erkrankungen, vor dem Verlust naher Angehöriger, dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor globalen wie persönlichen Krisen und Katastrophen. „Übertriebene“, quälende Angstlichkeit kann krankhaft sein, angstfreie Menschen dagegen leben gefährlich, weil sie Risiken nicht wahrnehmen. Angst kann also Schutz wie Bürde sein.</p>
<p> Angst ist auch die „Achilles-Ferse“ des modernen Menschen. Wer trotz eines Unmaßes an Information „nicht mehr durchblickt“ bekommt Angst. Er braucht Hilfe, Ratgeber, die ihm Situationen transparent machen, Angst mindern.</p>
<p> Angst ist aber auch ein heute viel und gern genutztes „Geschäftsmodell“. Versicherungskonzerne leben gut davon, leider auch manche Ärzte. Angstmacher raten zunehmend häufig zu medizinischen Maßnahmen und „Sicherheitsvorkehrungen“, die nach Meinung fast aller Experten völlig unnötig, oft belastend und dazu sinnlos kostspielig sind.</p>
<p> So werden nach dem Ergebnis einer aktuellen Studie der renommierten Bertelsmann-Stiftung inzwischen 4 von 5 Schwangeren von interessierter Seite veranlasst, sich ohne jede medizinische Notwendigkeit zusätzlichen Untersuchungen zu unterziehen, die dann privat bezahlt werden müssen. Und so raten oft Ärzte ohne jeden rationalen Bezug „zur Sicherheit“ zu Entbindungen in Zentren, in denen allenfalls Hochrisikoschwangere versorgt werden müssen.</p>
<p> Die „Überversorgung“ ist inzwischen gängiges und verbreitetes Geschäftsmodell. Sie ist angstgetrieben und verursacht immense Kosten, also Geld, das an anderen Stellen im Gesundheitswesen fehlt. Leider werden, wie auch Prof. F.Gerlach, der Vorsitzende des „Sachverständigenrates zur Beurteilung der Entwicklung im Gesundheitswesen“ (SVR) beklagt, die seit langem existierenden Qualitätsberichte der Krankenhäuser, die gerade auch Ärzten bei der Wahl des bestgeeigneten Krankenhauses Orientierungshilfe leisten können (und sollten), weder von diesen noch von den Patienten in relevantem Umfang für Entscheidungen zu Klinikeinweisungen genutzt.</p>
<p>Ärzte nutzen also andere, eigene Kriterien für die Zuweisung zu bestimmten Kliniken. Und leider nutzen sie auch manchmal die unbegründete, aber verständliche Angst ihrer Patienten. Die Experten der Bertelsmann-Stiftung befürchten daher, „auf diese Weise werde Schwangerschaft immer stärker als etwas Krankhaftes und Behandlungswürdiges verstanden“ (Zitat: Bayerischer Rundfunk, <a href="http://www.br.de/">www.br.de</a>). Mit „Angst“ läßt sich also gut Kasse machen: Wer hat nicht Angst um seine Gesundheit? Man muß diese Angst also nur ein wenig verstärken.</p>
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		<title>Wettbewerb?</title>
		<link>http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=262</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2014 07:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[M.Halbach]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Stichwoerter]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Sie es auch gelesen? Die Kliniken Aschaffenburg, Alzenau-Wasserlos und Hanau haben eine &#8220;enge Kooperation&#8221; vereinbart. &#8220;Welche Rechtsform für die neue Kooperation ausgewählt wird&#8221;, sei noch offen. &#8221; Es gehe aber um viel mehr als eine lockere Zusammenarbeit&#8230;.&#8221; (Zitat: Mainecho, &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=262">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Haben Sie es auch gelesen? Die Kliniken Aschaffenburg, Alzenau-Wasserlos und Hanau haben eine &#8220;enge Kooperation&#8221; vereinbart. &#8220;Welche Rechtsform für die neue Kooperation ausgewählt wird&#8221;, sei noch offen. &#8221; Es gehe aber um viel mehr als eine lockere Zusammenarbeit&#8230;.&#8221; (Zitat: Mainecho, Aschaffenburg)</p>
<p>So weit, so erfreulich &#8211; natürlich aus Sicht der Klinikträger.  Bemühungen um eine möglichst wirtschaftliche Betriebsführung gewinnen in allen Krankenhäusern zunehmend an Bedeutung; die Kommunen wollen als verantwortliche Klinikträger Defizite nicht mehr länger decken müssen und suchen ihr Heil zunächst in Kooperationen, später dann in Fusionen. Am Ende steht dann oft die Übernahme durch Krankenhausgroßkonzerne. &#8220;Rhön&#8221;, &#8220;Helios&#8221;, oder auch &#8220;Sana&#8221; zeigen, wo es langgeht. Es gibt genug Beispiele in Deutschland.</p>
<p>Und es geht ja immer weiter: Fresenius übernimmt mit seiner Krankenhauskette &#8220;Helios&#8221; die &#8220;Rhön-Kliniken&#8221; in Miltenberg und Erlenbach. Durch die Zusammenlegung entsteht der &#8220;größte Klinikbetreiber Europas&#8221;, in der Region die Achse Miltenberg, Erlenbach, Seligenstadt.</p>
<p>Ja, wenn es nur um Einkaufsvorteile ginge. Um die Bündelung von Kompetenzen, um gemeinschaftliche Nutzung technischer Großeinrichtungen. Da kann &#8211; muß aber nicht unbedingt - schiere Größe wirtschaftlich von Vorteil sein.</p>
<p>Aber ist die ständig zunehmende Klinikgröße auch von Vorteil für den Patienten? Und was ist wirklich von dem Argument zu halten, Klinikfusionen seien die angemessene Antwort auf zunehmenden &#8220;Wettbewerb&#8221;?  - Da wird man doch als Leser nachdenklich: Wettbewerb kommt doch nur durch Vielfalt zustande, durch Konkurrenz, bei der sich alle am Wettbewerb Teilnehmenden Mühe geben müssen, besser als ihre Konkurrenten zu sein. Wettbewerb wird durch Konzentration mit dem Ziel der Bildung monopolartiger Strukturen ausgeschlossen. Mit wem soll man denn Wettbewerb führen müssen, wenn es (lokal) gar keine Wettbewerber mehr gibt? Wir kennen genügend Beispiele aus der Wirtschaft.</p>
<p>Bei diesen &#8220;Konzentrationen&#8221; von Angeboten gibt es natürlich immer auch Verlierer: Die Beschäftigten und die Kunden, bei Klinikfusionen letztlich also auch die Patienten. Allen gegensätzlichen Bekundungen und Beteuerungen zum Trotz sollte klar sein: Nur Wettbewerb durch Konkurrenz sichert Auswahlmöglichkeit, verringert Abhängigkeiten, führt letztlich dazu, daß alle sich anstrengen. Das lernen wir schon in der Schule. Das ist auch bei Krankenkassen so. Warum sollte das bei Kliniken anders sein?</p>
<p>Wir, die Frauenklinik, stehen seit jeher im Wettbewerb. Wir sind die Alternative zu Großeinrichtungen, die immer weiter wachsen, immer größer werden, und immer unübersichtlicher.  Wir pflegen bei aller notwendigen Technik und aller Kompetenz die persönliche Atmosphäre, die langfristig Vertrauen sichert. Und dort, wo es absolut notwendig ist, kooperieren wir natürlich auch, aber als unabhängige Klinik und daher ausschließlich im Interesse Ihrer bestmöglichen Behandlung. Nur so dürfen wir mit Fug und Recht sagen und können Sie völlig sicher sein: &#8220;Wir geben uns mehr Mühe&#8221;.</p>
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		<title>Geburtsstress oder Geburtserlebnis?</title>
		<link>http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=246</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Jun 2013 08:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[M.Halbach]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir alle wissen: Viele Eigenschaften werden vererbt, bei Pflanzen, Tieren und natürlich auch bei Menschen. Grundlage der vererbbaren Merkmale sind die Gene, Molekülketten, die in den Chromosomen, mikroskopisch sichtbaren Strukturen im Zellkern, liegen und auf komplizierte Weise jeweils von Zelle &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=246">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle wissen: Viele Eigenschaften werden vererbt, bei Pflanzen, Tieren und natürlich auch bei Menschen. Grundlage der vererbbaren Merkmale sind die Gene, Molekülketten, die in den Chromosomen, mikroskopisch sichtbaren Strukturen im Zellkern, liegen und auf komplizierte Weise jeweils von Zelle zu Zelle und von Eltern zu Kindern weitergegeben werden. Nach Entdeckung des chemischen Aufbaus der einzelnen Gene haben Wissenschaftler inzwischen das menschliche Genom, die Gesamtheit aller Gene, den „Bauplan“ des Lebens, vollständig aufklären können.</p>
<p>Aufmerksamen Beobachtern ist schon seit langem aufgefallen, dass Umwelteinflüsse das Verhalten von Menschen dauerhaft beeinflussen können. Es ist gut untersucht, dass Stress, traumatische Erlebnisse gerade schon in frühestem Lebensalter intensiv prägende Auswirkungen haben können, die ein ganzes Menschenleben anhalten und fortwirken, wenn die schädigenden Einflüsse längst verschwunden sind.</p>
<p>Die aus Beobachtung und Erfahrung gewonnenen Erkenntnisse haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten zweifelsfrei genetischen Mechanismen zuordnen lassen. Es hat sich zeigen lassen, dass Umwelteinflüsse, besonders psychisch wirksame Belastungen schon um den Geburtszeitpunkt herum, biologische Systeme des Säuglings, etwa Hormonrezeptoren für Stresshormone, in ihrer Empfindlichkeit so dauerhaft beeinflussen, dass diese Veränderungen das ganze weitere Leben erhalten bleiben. </p>
<p>Bedenkt man, dass gerade psychische Wesensmerkmale ihre stofflichen Grundlagen im Zusammenwirken einer Vielzahl von biochemisch definierten Substanzen (Rezeptor-Transmitter-Interaktionen) im Nervensystem haben und ursächliche Zusammenhänge zwischen Überempfindlichkeiten gegenüber Stress(hormonen) und zahlreichen psychosomatischen wie psychischen Krankheiten zunehmend diskutiert werden, dann kann man sich vorstellen, wie wichtig und für das ganze Leben bedeutungsvoll es ist, bei einer Geburt jeden unnötigen „Stress“ zu vermeiden.</p>
<p>Die Frauenklinik bemüht sich, gerade in Kenntnis dieser wichtigen biologischen Mechanismen, die über den üblichen gynäkologisch-geburtshilflichen Denkansatz praktizierender Frauenärzte weit hinausgehen und an denen zur Zeit international mit hohem Aufwand wissenschaftlich geforscht wird (Stichwort: „Epigenetik“), um möglichst stressfreie Bedingungen bei der Geburt und in den Tagen danach. Diese Zeit ist von größter Bedeutung, sie muß so angenehm, freudvoll, ja genußvoll wie nur eben möglich erlebt werden. Das kommt nicht nur dem Neugeborenen selbst zugute sondern auch den frisch gebackenen Eltern und fördert auf beste Weise die emotionale Bindung zu ihrem Neugeborenen.</p>
<p>Wir kennen die grundlegenden biologischen Zusammenhänge, wir wissen, wie wichtig es ist, sich individuell geborgen zu fühlen. Auch unsere komfortablen Familienzimmer tragen diesem Gesichtspunkt Rechnung. Lassen Sie sich schon vor der Geburt persönlich über alles informieren, was neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auch für Sie bedeuten. Wir geben uns Mühe, dass die Geburt Ihres Kindes für Sie zu einem großartigen Erlebnis wird. Davon werden Sie und Ihr Kind ein Leben lang profitieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Stillen oder nicht Stillen?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 22:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon lange vor der Entbindung stellen sich viele Schwangere die Frage, ob sie ihr Neugeborenes stillen oder nicht stillen sollen. Und in aller Regel lernen sie, daß es gute Gründe für das Stillen gibt, aber gelegentlich auch gute Gründe, nicht &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=118">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon lange vor der Entbindung stellen sich viele Schwangere die  Frage, ob sie ihr Neugeborenes stillen oder nicht stillen sollen. Und in  aller Regel lernen sie, daß es gute Gründe für das Stillen gibt, aber  gelegentlich auch gute Gründe, nicht zu stillen. Wir in der  Frauenklinik, unsere Ärzte und Hebammen, beraten Sie in diesem Punkt  besonders ausführlich, in jedem Einzelfall, ganz individuell.</p>
<p>Wir beraten Sie, aber überlassen Ihnen die Entscheidung. Wenn Sie  stillen wollen, bekommen sie alle Hilfe, Anleitung und Unterstützung,  die sie benötigen, ebenso wie die geschützte, geradezu familiäre  Atmosphäre, die wir besonders pflegen. Wenn  sie aber nicht stillen  wollen, werden Sie nicht etwa mißbilligend angesehen, sondern ebenso  freundlich zugewandt mit allem versorgt, was sie benötigen, um Ihr  Neugeborenes auch ohne Muttermilch bestens zu versorgen.</p>
<p>Wir respektieren Ihre Entscheidung, ohne Wenn und Aber, wir sind  keine ideologisch fixierte Klinik, die nur eine Meinung gelten läßt.   Wir machen keinen Druck, kein &#8220;schlechtes Gewissen&#8221;, wir wollen, daß Sie  sich rundum wohlfühlen, denn das kommt Ihrem Neugeborenen vor  allem anderen zugute. Und allein darauf kommt&#8217;s letztlich an.</p>
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		<title>&#8220;Ambulante&#8221; Operationen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 08:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[M.Halbach]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Krankenkassen müssen sparen. Stationäre Behandlungen im Krankenhaus sind teuer. Also versuchen Krankenkassen, kleinere operative Eingriffe möglichst &#8220;ambulant&#8221; durchführen zu lassen. Ob eine Operation in einem Krankenhaus durchgeführt werden sollte oder ambulant gemacht werden kann, entscheidet in manchen Fällen der Arzt.  Und der &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=98">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Krankenkassen müssen sparen. Stationäre Behandlungen im Krankenhaus sind teuer. Also versuchen Krankenkassen, kleinere operative Eingriffe möglichst &#8220;ambulant&#8221; durchführen zu lassen. Ob eine Operation in einem Krankenhaus durchgeführt werden sollte oder ambulant gemacht werden kann, entscheidet in manchen Fällen der Arzt.  Und der Arzt wird durch eine höhere Vergütung motiviert, möglichst viele Operationen ambulant vorzunehmen.  Das ist für ihn lukrativ; nicht umsonst schießen überall Ambulanzzentren, gelegentlich Praxiskliniken genannt, aus dem Boden, entdeckt mancher Facharzt die Möglichkeit, nach Jahren der operativen Abstinenz wieder operativ tätig zu werden.</p>
<p>Gegen den Trend zu ambulantem Operieren ist nicht unbedingt von vornherein etwas einzuwenden; schließlich muß im Gesundheitssystem vieles auf den Prüfstand, was liebgewordene und inzwischen zu kostspielige Gewohnheit ist. Und es liegt letztlich in unserem gemeinsamen Interesse, daß Gesundheit für jeden von uns bezahlbar bleibt.</p>
<p>Problematisch erscheint allerdings vielen Experten die Ausgestaltung des ambulanten Operationsbetriebes. Hier muß es darauf ankommen, die gleichen Qualitätskriterien einzuhalten, die auch in etablierten Kliniken gelten, die vorrangig größere Eingriffe mit hochqualifiziertem Fachpersonal und sorgfältiger postoperativer Überwachung vornehmen. &#8220;Zertifizierungen&#8221; von Einrichtungen sind da lobenswert, ersetzen aber, wie jeder Kundige weiß, nicht die fortlaufende Qualitätssicherung, die durch die Verpflichtung zu ständigem Bericht an die BAQ für bayerische Kliniken absolut verbindlich ist.</p>
<p>Und die im Internet frei zugänglichen BAQ-Statistiken sind für jeden, der nach der sichersten Einrichtung für einen notwendigen chirurgischen Eingriff sucht, eine wichtige Informationsquelle, unabhängiger als die häufig kommerziell gesponserten Bewertungsportale. Da läßt sich schwarz auf weiß nachlesen, welche Ergebnisse eine Klinik in Bayern aufweisen kann, wie häufig es z.B. zu Wundheilungsstörungen oder Infektionen nach Operationen kommt.</p>
<p>Und natürlich kommt es bei Operationen in erster Linie auf die Erfahrung des Operateurs an, seine langjährige und ständige Übung, die Zahl seiner Eingriffe. Experten beziehen diese Aspekte längst in ihre Überlegungen zur Zukunft des Gesundheitssystems mit ein, nachdenkliche Patienten sollten das auch tun. Gerade in medizinischen Dingen geht nichts über die ärztliche Erfahrung, bei stationären ebenso wie bei ambulanten Eingriffen.</p>
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		<title>Wohin entwickelt sich unser Gesundheitssystem?</title>
		<link>http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=59</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 20:19:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[M.Halbach]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Anfang eines neuen Jahres ist manchmal Gelegenheit, sich kurz zurück zu lehnen und einen Blick nach vorn zu riskieren. Wohin entwickelt sich unser Gesundheitssystem? Die Kosten steigen, die Krankenkassenbeiträge ebenso, von allen Seiten gibt es dazu Schuldzuweisungen und angebliche &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=59">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang eines neuen Jahres ist manchmal Gelegenheit, sich kurz zurück zu lehnen und einen Blick nach vorn zu riskieren. Wohin entwickelt sich unser Gesundheitssystem? Die Kosten steigen, die Krankenkassenbeiträge ebenso, von allen Seiten gibt es dazu Schuldzuweisungen und angebliche Patentrezepte. Sicher ist nur: Wenn wir unsere Versorgungsqualität erhalten wollen, unser humanes Grundprinzip, daß jeder unabhängig von Alter und Risikolage und ohne jede Rücksicht auf die Kosten die bestmögliche Therapie erhalten soll, dann sind weitere Kostensteigerungen unausweichlich. Der medizinische Fortschritt ermöglicht immer bessere und schonendere Behandlungsmethoden, mit immer höherem Aufwand.  Neue Medikamente müssen mit immer höheren Kosten erforscht und durch aufwendige klinische Prüfungen sicher einsetzbar gemacht werden. Medizinisches Fachpersonal benötigt immer aufwendigere Ausbildungen. Aber natürlich sind auch Einsparungen möglich. An vielen Stellen unseres Systems kann angesetzt werden, nicht nur an den Leistungserbringern, sondern auch an den Leistungsnutzern. Jedoch: Wir haben uns an vieles gewöhnt und tun uns schwer, darauf zu verzichten. Und Politiker wollen wieder gewählt werden; sie können es sich nicht leisten, die Menschen zu enttäuschen. In dieser Lage gleichen Lösungsversuche einer Quadratur des Kreises. Ob wir am Jahresende 2011 mehr wissen? Ob Herr Rösler es dann genauer weiß? Und ob wir dann mit seinen Plänen und Entscheidungen zufrieden sein können? &#8211; Wir werden sehen, schau&#8217;n wir mal.</p>
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		<title>&#8220;Krank im Krankenhaus&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 09:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[M.Halbach]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man krank wird, muß man manchmal zur Behandlung, zu einem operativen Eingriff ein Krankenhaus aufsuchen. Das ist der Sinn einer Klinik, man soll dort gut behandelt und schnell wieder gesund entlassen werden. Eigentlich eine Binsenweisheit, sollte man meinen. Ganz &#8230; <a href="http://frauenklinik-addendum.de/blog/?p=13">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man krank wird, muß man manchmal zur Behandlung, zu einem operativen Eingriff ein Krankenhaus aufsuchen. Das ist der Sinn einer Klinik, man soll dort gut behandelt und schnell wieder gesund entlassen werden. Eigentlich eine Binsenweisheit, sollte man meinen.</p>
<p>Ganz so selbstverständlich ist das allerdings nicht. Weniger bekannt scheint, dass man gerade in einem Krankenhaus erst richtig krank werden kann. Das sagen allerdings Krankenhausärzte nicht so gern in der Öffentlichkeit, man möchte schließlich Patienten nicht verunsichern.</p>
<p>Dabei ist die Tatsache nicht zu leugnen: In jedem Jahr sterben viele Menschen, die erst im Krankenhaus so richtig krank geworden sind. Das ist in einer Studie der Allianz-Versicherung schwarz auf weiß nachzulesen, die übrigens jeder bei der Versicherung in München anfordern oder sich aus dem Internet herunterladen kann. („Krank im Krankenhaus“, ein Report der Allianz: www.Allianz.com/de/Allianz_Gruppe/Presse/News/Studien/News_2007-09-20.html)</p>
<p>Die Zahlen sind erschreckend: Nach Angaben von Prof.Dr.M.Dettenkofer von der Universität Freiburg kommt es in deutschen Krankenhäusern jährlich zu etwa 3500 Todesfällen, die direkt auf Erkrankungen zurückzuführen sind, die sich Patienten im Krankenhaus zuziehen.</p>
<p>Welche „Erkrankungen“ sind da gemeint? Es sind nicht etwa fehlerhafte Behandlungen oder misslungene Operationen, obwohl derartiges sicherlich auch gelegentlich vorkommt. Es sind Infektionen mit bakteriellen Krankheitserregern, die kaum noch oder überhaupt nicht mehr mit Antibiotika behandelbar sind, weil sie gegenüber den meisten oder sogar gegen alle heute verfügbaren Wirkstoffe unempfindlich (resistent) geworden sind.</p>
<p>Inzwischen ist auf Intensivstationen fast jeder 6. Patient mit diesen „multiresistenten“ Keimen infiziert. Gerade in den großen Versorgungseinrichtungen, die praktisch alle Patienten mit den verschiedensten schweren Grunderkrankungen stationär aufnehmen und behandeln müssen, lassen sich Ansteckungen mit diesen Bakterien trotz bester Hygienemaßnahmen nicht sicher vermeiden. Laut Prof.Dettenkofer kommt es besonders „auf Intensivstationen &#8230;&#8230;häufiger zu Übertragungen. Das Risiko ist auch höher, weil in Krankenhäusern bereits viele Patienten mit multi-resistenten Erregern behandelt werden“.</p>
<p>Die Situation hat sich so bedrohlich verschärft, daß sich jetzt sogar die Politik zum Handeln gedrängt sieht. Auf staatliche Initiative hin werden überall &#8220;MRSA-Netzwerke&#8221; unter Führung der Gesundheitsämter gegründet, die zur Eindämmung dieser Erkrankungen beitragen sollen. Dabei bezieht sich das Kürzel &#8220;MRSA&#8221; (= &#8220;<strong>M</strong>ulti<strong>r</strong>esistente <strong>S</strong>taphylococcus <strong>a</strong>ureus&#8221;-Bakterien) nur auf einen, den bisher häufigsten Erreger; es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Bakterien, deren Bekämpfung noch weit schwieriger, zum Teil sogar nahezu unmöglich geworden ist.</p>
<p>Was kann man tun? Internationale Erfahrungen zeigen, dass ein Rückgang dieser erheblichen Infektionsrisiken langfristig nur durch einen weitaus sparsameren Umgang mit Antibiotika erreicht werden kann. Und kurzfristig hilft nur die sorgfältige Auswahl des „passenden“ Krankenhauses. Denn, obwohl sich alle Krankenhäuser gleichermaßen intensiv bemühen (müssen!), strenge Hygienestandards einzuhalten, ist die Gefahr, sich mit diesen höchst gefährlichen multiresistenten Keimen zu infizieren, in Kliniken sehr unterschiedlich hoch.</p>
<p>Es leuchtet ein: Wo viele schwerkranke, sehr alte, geschwächte Patienten mit mehreren und zudem chronischen Erkrankungen versorgt werden müssen, besteht natürlich ein deutlich höheres Infektionsrisiko auch für die Patientinnen, die sich nur einem eher geringfügigen Eingriff unterziehen müssen oder &#8220;einfach&#8221; nur ein gesundes Kind zur Welt bringen wollen.</p>
<p>Qualitätskriterien, z.B. die Häufigkeit von Infektionen nach Operationen in verschiedenen Krankenhäusern, sind &#8211; geradezu amtlich &#8211; im Internet nachzulesen (bqs-online.de).</p>
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